Schwarz-helle Nacht #Hier und Jetzt


Eine szenische Installation

‘Schwarz-helle Nacht #HIER und JETZT’ ist die Weiterentwicklung eines 2019 entstandenen Kunst-, Erinnerungs-, Vermittlungs- und Bildungsprojektes, das die Ereignisse des Novemberpogroms 1938 in Düsseldorf thematisiert. Das Konzept basiert auf dem Archivgut der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf und verhandelt in einer Art Prozesssituation persönliche Berichte von Jüdinnen und Juden*, die ihre Stimmen erheben und anklagen.

Ziel ist es, die geschichtlichen Zusammenhänge des Novemberpogroms 1938 anhand von Zeitzeug*innen Berichten an konkreten Orten von damaligen Überfällen in Düsseldorf künstlerisch zu vermitteln. Der Transfer ins Heute befasst sich u.a. mit dem Thema Schuld, Beteiligung der Bevölkerung damals und Umgang mit dem deutschen Erinnern heute. Das Projekt dient gleichzeitig dazu einen Dialog bzw. Prozess in Gang zu setzen, um den Ort der 1938 abgebrannten Synagoge, der z.Zt. keinen sichtbaren Stellenwert im Stadtbild einnimmt, in einen sichtbaren und dauerhaft wahrnehmbaren Zustand der Erinnerung zu rücken.

Aufgrund der aktuellen politischen Lage und des großen Interesses seitens der Schulen und Bildungseinrichtungen in Düsseldorf wird es 2021 und 2022 insgesamt 20 Aufführungen dieser mobilen ‘szenische Collage’ für Schulklassen geben. Im Anschluss an jede Aufführung findet ein Workshop zum Thema ‘Antisemitische Gewalt in Deutschland heute’ statt.

Mit Anna Magdalena Beetz, Julia Dillmann, Christof Seeger-Zurmühlen und Alexander Steindorf

Christof Seeger-Zurmühlen – Regie
Juliane Hendes und Theaterkollektiv Pièrre.Vers – Stückentwicklung

Termine

Herbst/Winter 2021


Eine Produktion von Theaterkollektiv Pièrre.Vers. Gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung.