Theaterkollektiv Pièrre.Vers
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Schwarz-helle Nacht

Eine performative Zeitreise

Am 9. und 10. November 1938 fanden in Düsseldorf etwa 460 Überfälle auf jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger statt. Diese landesweit geplanten Aktionen gingen als Novemberpogrome in die Geschichte ein. Geschäfte und privates Eigentum wurden zerstört, Gebetshäuser vernichtet. Zeit- und Augenzeugen berichteten vom Eindringen in die intimsten Räume, von gewalttätigen Übergriffen und Todesfällen. Die Ereignisse sind ein erster trauriger Höhepunkt der systematischen Vertreibungs- und Vernichtungspolitik des NS-Regimes. Auf ihn sollten noch viele folgen.

Die performative Zeitreise Schwarz-helle Nacht basiert auf dem Archivgut der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, das die deutschlandweit umfangreichste Dokumentation von Zeitzeugenberichten zur Novemberpogromnacht erstellt hat. Mehr lesen…


Aktion:Aktion!

Eine performative Erinnerung auf dem Jürgensplatz

Düsseldorf im Frühjahr 1945. Der Krieg ist fast verloren, die Alliierten stehen vor den Toren der Stadt, bereit, diese ›sturmreif‹ zu bombardieren. Die Bevölkerung hat sich mehrfach den Räumungsbefehlen der Nazis widersetzt. Hitler verhängt schließlich mit dem ›Nero-Befehl‹ – Kampf bis zum letzten Mann – das Todesurteil über Düsseldorf. Das ist der Moment, in dem ein Dutzend Männer um den Rechtsanwalt Dr. Karl August Wiedenhofen und den Architekten Aloys Odenthal vom geistigen zum aktiven Widerstand übergehen und mit der ›Aktion Rheinland‹ die Geschichte der Stadt entscheidend beeinflussen. Am 16. April 1945 geloben sie auf Leben und Tod, die Stadt vor der endgültigen Vernichtung zu schützen. Mit Hilfe des Polizeioberstleutnants Franz Jürgens besetzen sie wenig später das Polizeipräsidium, lassen sich Vollmachten für die Alliierten ausstellen und machen sich auf den Weg zu den Amerikanern, um mit ihnen über die kampflose Übergabe der Stadt zu verhandeln. Ein Kamikaze-Unternehmen mitten in den letzten Tagen eines grausamen Krieges. Mehr lesen…

 


Schwarz-helle Nacht

Eine szenische Installation

Die Produktion basiert auf dem Archivgut der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, die eine umfangreiche Dokumentation aus Berichten von Zeitzeug*innen zum Novemberpogrom 1938 in Düsseldorf erstellt hat.

In einer szenischen Installation nähert sich das Theaterkollektiv den Ereignissen dieser Nacht. Auf Grundlage von archivierten Zeitzeug*innenberichten werden die Ereignisse in einer längst überfälligen Prozesssituation verhandelt. Auf dem Tisch liegen Zeitungsausschnitte, erlassene Paragrafen zur systematischen Erschwerung des jüdischen Lebens und persönliche Berichte von Düsseldorfer Juden, die von den Darsteller*innen nach und nach ihre Stimmen wieder bekommen. Stimmen, die ihre Rechte einklagen. Ihre Rechte auf Freiheit in Meinung und Religion, ihr Recht auf Besitz und Eigentum. Ihr Menschenrecht.

 

Unsere nächsten Termine von Schwarz-helle Nacht –Eine performative Zeitreise
Mi 17.03.2021 18:00 Uhr
Do 18.03.2021 18:00 Uhr
Sa 20.03.2021 18:00 Uhr
So 21.03.2021 18:00 Uhr

Alle Termine werden auf Frühjahr 2021 verschoben!


Weitere Aufführungen von Aktion:Aktion! in 2021 sind geplant – stay tuned!