AKTION:AKTION!


Mit Anna Magdalena Beetz, Julia Dillmann, Jonathan Schimmer, Alexander Steindorf
Christof Seeger-Zurmühlen – Regie
Juliane Hendes – Textfassung
Simone Grieshaber – Ausstattung
Bojan Vuletić – Musikalische Leitung und Komposition
Chriss Gross – Komposition und Livemusik


Eine Produktion von Theaterkollektiv Pièrre.Vers in Koproduktion mit dem asphalt Festival und dem düsseldorf festival, gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, der Kunststiftung NRW, dem Kulturamt Düsseldorf, der Bürgerstiftung Düsseldorf, der Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf, in Kooperation mit der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf

Mit freundlicher Unterstützung des Polizeipräsidiums Düsseldorf

Uraufführung: 13.07.2020

Die Vorstellungen 2021/2022 finden im Rahmen des Kunst-und Bildungsprojekts IN-TER-AKTION statt. Ein Projekt von Theaterkollektiv Pièrre.Vers, dem Erinnerungsort Alter Schlachthof an der Hochschule Düsseldorf, dem Polizeipräsidium Düsseldorf, der HSPV Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW und der Landeszentrale für politische Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen.

   

 

   


Termine

Vorstellungen für Schulen und Bildungseinrichtungen im Rahmen von IN-TER-AKTION! 
Do 22.09.2022
Fr 23.09.2022
Mo 26.09.2022
Di 27.09.2022
Mi 28.09.2022
Do 29.09.2022
Fr 30.09.2022

Kontakt & und Anmeldung:
jd@theaterkollektiv.de

Öffentliche Vorstellungen
Fr 23.09.2022 18:00 Uhr
Sa 24.09.2022 18:00 Uhr
Fr 30.09.2022 18:00 Uhr

Ort
Reeser Platz, 40474 Düsseldorf

Tickets gibt es hier zu kaufen.


AKTION:AKTION!

Eine performative Erinnerung auf dem Reeser Platz

Düsseldorf im Frühjahr 1945. Der Krieg ist fast verloren, die Alliierten stehen vor den Toren der Stadt, bereit, diese ›sturmreif‹ zu bombardieren. Die Bevölkerung hat sich mehrfach den Räumungsbefehlen der Nazis widersetzt. Hitler verhängt schließlich mit dem ›Nero-Befehl‹ – Kampf bis zum letzten Mann – das Todesurteil über Düsseldorf. Das ist der Moment, in dem ein Dutzend Männer um den Rechtsanwalt Dr. Karl August Wiedenhofen und den Architekten Aloys Odenthal vom geistigen zum aktiven Widerstand übergehen und mit der ›Aktion Rheinland‹ die Geschichte der Stadt entscheidend beeinflussen. Am 16. April 1945 geloben sie auf Leben und Tod, die Stadt vor der endgültigen Vernichtung zu schützen. Mit Hilfe des Polizeioberstleutnants Franz Jürgens besetzen sie wenig später das Polizeipräsidium, lassen sich Vollmachten für die Alliierten ausstellen und machen sich auf den Weg zu den Amerikanern, um mit ihnen über die kampflose Übergabe der Stadt zu verhandeln. Ein Kamikaze-Unternehmen mitten in den letzten Tagen eines grausamen Krieges.

Das Theaterkollektiv Pièrre.Vers beschäftigt sich erneut mit Düsseldorf in der Zeit des Nationalsozialismus. Aktion:Aktion! zeichnet anhand von Zeitzeugenaussagen die Ereignisse vom 16. und 17. April 1945 nach. Am historischen Schauplatz trifft die Vergangenheit auf die Gegenwart: Die Performance findet unter freiem Himmel auf dem Reeser Platz statt, das Publikum wird mittels eines Kopfhörersystems mit den Akter*innen verbunden.  Aktion:Aktion! stellt Fragen, die bis heute aktuell sind: Ist jemand ein Held, wenn er sich am Ende einer erfolgreichen Karriere in einem Unrechtsregime gegen ebenjenes stellt – oder bleibt er Täter? Ist die Motivation für den Widerstand höher zu bewerten als die Tat selbst? Welchen Unterschied kann ein einzelner Mensch im Zusammenhang des großen Ganzen machen, damals und heute? Was ist das Erbe der Stadt Düsseldorf und wie beeinflusst es die Gegenwart?


„Die Inszenierung ist spannend wie ein Polit-Krimi.“
 Dorothea Marcus – Deutschlandfunk
 
„Es war ein sehr berührender Abend.“ 
Stefan Keim – WDR5 Scala
 
„Die Stille, die sich am Ende über den Jürgensplatz legt, trifft tief und wirkt lange nach.“ Sascha Westphal – Kulturkenner

Pressestimmen

"Geschichte kann so aktuell sein, so unmittelbar und so nah. Ein bewegender Abend."

Regina Goldlücke, Rheinische Post

"Eine dichte, authentische, nüchterne, gleichzeitig emotional packende Performance die nicht nur Geschichts-Interessierten ans Herz zu legen ist."

Michael-Georg Müller, Westdeutsche Zeitung

"Die Stille, die sich am Ende über den Jürgensplatz legt, trifft tief und wirkt lange nach."

Sascha Westpfahl, Kulturkenner

"Ein Dokumentarstück zum zivilen Widerstand: Die Rettung der Stadt Düsseldorf vor der Zerstörung während der letzten Kriegstage 1945. Klug dramatisiert und mitreißend dargeboten."

Christa Fluck, Theater Pur